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Meditationsraum einrichten

Frau streckt sich bei einer Übung in einem selbst eingerichteten Meditationsraum
Schriftzug in Schreibschrift "Just Relax"
Einen eigenen Meditationsraum einzurichten, ist sicher ein Traum vieler, die gerne meditieren und entspannen. Erfahre hier, was dabei auf keinen Fall fehlen darf!

Den eigenen Meditationsraum einrichten

Ruhe und Stille als Basis

Wenn du bei dir zuhause deinen eigenen Meditationsraum einrichten und gestalten willst, hilft es, dir einmal bewusst zu machen, worauf Meditierende seit Jahrtausenden Wert legen. Zum einen ist dies Ruhe und Stille, denn erst in einer stressfreien und friedlichen Umgebung ist der Mensch in der Lage, sich fallen zu lassen, in sich zu gehen und den Geist zu öffnen. Es ist medizinisch bewiesen, dass Meditation den Herzschlag verlangsamt, Muskelspannungen reduziert und zu einer tieferen Atmung führt.

Inspiration

Zum anderen können besondere Elemente wie ein kleiner Brunnen oder eine ausgewählte Farbgebung den Geist inspirieren und bei Konzentrationsübungen unterstützen. Neben der sogenannten passiven Meditation tragen auch aktive Meditationstechniken wie Yoga und Tanz zu Entspannung und Wohlbefinden bei. Um diese Techniken sicher auszuführen, ist neben anfänglicher professioneller Unterstützung auch die richtige Ausstattung von großer Bedeutung.

Die kleinen Extras

Zusätzlich zu einer ganzheitlich stimmigen und entspannenden Raumgestaltung dürfen deshalb auch Meditationskissen und Yogamatte nicht fehlen für die gelungene Meditation. Für viele Menschen ist auch beruhigende Musik zur Unterstützung der Meditation essentiell. Die Vorzüge eines eigenen Meditationsraums sind unbestreitbar. Man kann sich den Raum nicht nur nach eigenem Gusto gestalten, sondern man spart sich auch den mitunter stressigen Weg zu einem öffentlichen Raum und kann so Entspannungsübungen leicht in den Alltag einbauen. Wir zeigen dir, wie du deinen eigenen Meditationsraum zuhause am besten einrichten kannst.

Frau streckt sich auf Matte in Meditationsraum

Die Vorbereitung

Auswahl des Raumes

Um einen eigenen Meditationsraum einzurichten, sind vor allem Zimmer optimal, die noch keinen besonderen Zweck haben und nicht mit stressvollen, negativen Gedanken verbunden sind. Ein Arbeitszimmer ist deshalb meistens keine gute Wahl, Gästezimmer oder ehemalige Kinderzimmer eignen sich hingegen sehr gut. Um eine ruhige Atmosphäre zu gewährleisten, sollten im Zimmer Verkehrslärm oder andere ablenkende Geräusche wenig bis gar nicht zu hören sein. Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit, einen ganzen Raum der Meditation zu widmen, weshalb auch innerhalb eines anderen Zimmers wie beispielsweise im Schlaf- oder Wohnzimmer ein Meditationsplatz eingerichtet werden kann. Wie im Folgenden vorgestellt kann man sich so mit einfachen Mitteln leicht ein kleines Reich der Entspannung kreieren.

Planung

Den eigenen Meditationsraum einzurichten, ist auch mit etwas Planung verbunden. Man sollte sich fragen, wie viel Platz man benötigt, ob man nur still meditieren will oder auch Yoga und Tanz miteinbringt und vor allem welche Farben, Geräusche und Gegenstände das individuelle Wohlbefinden steigern. Genau auf diesen Punkt wollen wir im Folgenden noch ein wenig näher eingehen. Lass dich dabei gerne von unseren Vorschlägen inspirieren.

Das empfehlen Experten

Um noch weitere Perspektiven und Ideen einzuholen, haben wir mit einigen Experten aus den Bereichen Yoga und Meditation gesprochen. Natürlich hat diesbezüglich jeder ganz individuelle Schwerpunkte und Vorlieben, aber vielleicht kannst du ja das ein oder andere aus den folgenden Worten für dich mitnehmen. Wenn du auf den Namen des jeweiligen Experten klickst, wird dir das entsprechende Statement angezeigt.

Was gehört in jeden Meditationsraum?
Franziska Krone, Jasmin Schweizer Radhika Siegenbruk, Shirley Heubach, Sarah Lucke, Boris Hopf, Rigobert Hofmann und Katrin England

Ist es für Anfänger besser, alleine zuhause zu meditieren oder lieber in Kursen mit anderen zusammen?
Melanie Wagner, Romie Danner, Katharina Kitzmüller, Sylvia Daun, Maria Radzimanowski, Peter Beer, Eva-Maria Schwarzfischer, Sunita Ehlers, Christiane Glöckler und Ramin Raygan

Ist es speziell für Anfänger besser, einen eigenen Meditationsraum zu haben oder sollte man lieber lernen, überall meditieren zu können?
Shida Pourhosseini, Sabine Lutz, Dr. Henrike Fröchling, Andrea Kubasch, Julia Hofgartner, Anna Hettegger und Sukadev Bretz

Meditation ist für mich konzentrierte Bewusstheit ohne zu denken. Dieser wache Zustand von „No Mind“ erfordert eine ablenkungsfreie Umgebung. Ruhe, Struktur und Ordnung sind für Meditationspraxis wirkungsvolle „Helfer“. Deshalb sollte ein Meditationsraum nach dem Leitgedanken „weniger ist mehr“ eingerichtet sein. Das bewusste nutzen einzelner Objekte, wie bspw. ein schöner Blumenstrauß, ein Mandala an der Wand oder eine schlichte Skulptur kann beim Fokussieren auf das Hier und Jetzt unterstützen. Schlichtheit und Schönheit treffen in der Natur zusammen, sodass sich bspw. Holzobjekte gut eignen, um den Meditationsplatz zur Kraftquelle werden zu lassen, an dem sich das Innere mit dem Äußeren verbindet.

Wer eine tägliche Meditationspraxis in sein Leben integriert hat weiss, wie wichtig die Umgebung ist, in der er sich befindet. Jeder hat da seine ganz individuellen Bedürfnisse, um sich wohlzufühlen. Ich empfehle jedem, sich auf die Meditation einzustimmen, Ruhe zu finden und einen bequemen Sitz zu ermöglichen.

Da nicht jeder einen Raum hat, der ausschließlich für die Meditation genutzt wird, kann es helfen den Raum in dem man meditiert vorab energetisch zu reinigen. Eine schöne Einstimmung und Reinigung kann mit dem Räuchern von Palo Santo oder Sage erfolgen. Dazu wird das “Räucherwerk” mit einer positiven Intention angezündet und mit einem persönlichen Mantra jede Ecke des Zimmers gereinigt. So befreist du den Raum von negativen Energien (Streit, Krankheit, schlechter Stimmung o.Ä.) und schaffst eine schöne Stimmung zur Meditation.

Insbesondere diejenigen, die länger als zehn MInuten meditieren, haben außerdem häufig Probleme eine aufrechte Haltung zu wahren oder einen angenehmen Sitz zu finden. Dazu hilft ein Meditationskissen oder eine zusammengerollte Decke. Diese wird unter dem Gesäß platziert, sodass die Hüften höher liegen als die Knie.

Es ist auch sehr hilfreich vor der Meditation eine beruhigende Atemtechnik zu praktizieren. Wer noch keine spezielle Technik praktiziert kann mit Sama Vritti anfangen. Bei der Sama Vritti Atemtechnik dauert die Einatmung genauso lang wie die Ausatmung. Zur Hilfe kann die Dauer der Atmung gezählt werden.

Wer Probleme hat sich zu konzentrieren kann auch die effektive Japa Meditation praktizieren. Bei der Japa Meditation wird mit einer Mala Kette mit 108 Perlen meditiert. Deine Gedanken driften nicht ab, denn pro Perle wiederholst du ein Mantra, welches deiner persönlichen Intention entspricht.

Um die Meditationspraxis auszuüben benötigt man rein gar nichts. Nichts von all den Dingen die angeboten werden. Das einzige was man benötigt ist ein Platz auf dem man sitzen kann (und noch nicht mal den, den die Praxis geschieht in jedem gegenwärtigen Moment). Mehr also nicht, Kissen, Decken, Matten, Stühle und Bänkchen sind Hilfsmittel welche das sitzen erleichtern. Bilder, Murtis, Kerzen und Räucherwerk sind Dinge welche den Raum verschönern und eventuell helfen den Geist mehr zu fokussieren. In der Meditationspraxis gehen wir weg von dem was man alles braucht und benötigt, hin zu dem was wir haben und sind.

Radhika Siegenbruk (ausgebildetete Yogalehrerin)

Meditation hat das Ziel dich dir selbst näher zu bringen. Dein glücklichstes, entspanntes Selbst zu entdeckten und es dir auf Dauer im Alltag, auf natürliche und gesunde Weise, zu erhalten. Ein angenehmer Mediationsraum oder – Platz bietet dir eine schnelle & effektive Möglichkeit dich jederzeit am Tag für ein paar Momente zurückziehen zu können. So kannst du losgelöst vom Alltagsstress und allen Anforderungen des modernen Lebens auf deine eigenen Weise – ob durch Yoga, sitzende Meditation oder andere meditative Entspannungstechniken – zurück in dein Bestes Selbst kommen.

Der eigene Meditationsraum sollte neben den angesprochenen ruhigen Kriterien vor allem eins sein; ein Wohlfühlort, der in dir ein Gefühl der Entspannung und Sicherheit weckt. Für den einen ist dies die geliebte Yoga Matte in bunten Farben, auf der man schon soviele wunderbare Yoga Einheiten genossen hat und den Stress des Alltags vergessen konnte. Für den anderen ist es der gemütliche Lieblingssessel im ruhigen Gästezimmer am Fenster, auf den früh am Morgen das Licht des Sonnenaufgangs scheint und der zum Träumen an verregneten Nachmittagen einlädt.

Mit den Hinweisen und Tipps aus diesem Artikel und deinem eigenen Gefühl und Wissen was für dich Entspannung und Sicherheit ausstrahlt und dir ein Wohlgefühl in deinen Körper zaubert, ist dein eigener Meditationsraum zum Greifen nah!

Ein perfekt auf deine Bedürfnisse abgestimmter Platz zum Meditieren ist Gold wert, denn deine tägliche Meditationspraxis hilft dir, immer wieder in deine Mitte zu finden und Kraft zu tanken für deinen Alltag. Je mehr dich dein Meditationsraum darin unterstützt, aus deinem Alltag auszusteigen, desto besser. So wird dein Meditationsplatz zu einer Art Urlaubsort, an den du dich gerne immer wieder zurückziehst. Er ist deine Basis zum Meditieren, ebenso wie die optimale Art zu sitzen. Um den für dich perfekten Meditationssitz herauszufinden, solltest du dir ein wenig Zeit nehmen und mit verschiedenen Hilfsmitteln experimentieren. Je freier die Energie durch deinen Körper fließen kann, desto besser wird deine Meditationserfahrung.

‘Yogaschittavrittinirodha’ – Yoga geschieht, wenn der Geist zur Ruhe kommt. So definiert Patanjali den Zustand von Yoga in den berühmten Yoga-Sutras, einem bedeutendem Grundlagentext für Yoga und Meditation. Wählen Sie daher einen Ort, der frei ist von unnötigen externen Einflüssen und Stimuli. Verzichten sie auf Elemente, die an den Alltag und die Aufgaben des Alltags erinnern und verwenden sie Elemente die den Geist zur Ruhe kommen lassen und sie beruhigen. Das können Elemente aus der Natur sein (Blumen, Wasser, Kerzenlicht) oder einfache Symbole (Mandalas, oder Bilder die für sie eine positive geistige Qualität versinnbildlichen).

Im Yoga geht man davon aus dass unsere Außen- und Umwelt durch unsere Achtsamkeit (oder Unachtsamkeit) mit unserer Innenwelt verbunden ist. Es gilt der uralte mystische Grundsatz ‘Wie oben so unten – wie im Innen, so im Außen’, machen sie sich diesen Grundsatz zu nutze indem sie ihren Meditationsraum derart gestalten, dass er sie dabei unterstützt täglich ihre innersten Ruhe und Klarheit zu entdecken.

Für einen Meditationsraum gilt für mich wie beim Meditieren selbst „Weniger ist mehr“. Das sollte das Grundprinzip beim Einrichten eines solchen Raumes sein. Schlichtheit, “Ursprünglichkeit” (Holz?). Kein besonderes Ambiente. Die Meditation, bzw. das Ankommen bei uns selbst, ist die Hauptsache. Wir wollen im Raum in uns ankommen, nicht in einem äußeren schönen Raum. Wir werden in Meditation gewissermaßen leer, der Raum dazu darf im Grunde ebenso leer und unverstellt sein.

Wenn wir wirklich ernsthaft meditieren wollen und es nicht nur um ein bisschen Entspannung geht, dann sind schöne, bewundernswerte Gegenstände deplaziert. Es macht also Sinn, dezent einzurichten und ablenkende Details zu vermeiden. Tatsächlich würde ich demzufolge auf Elemente wie einen kleinen Brunnen eher verzichten. Musikuntermalung braucht es auch allenfalls für Entspannung. Und bei der farblichen Gestaltung läge mir daran, zu vermeiden, dass Farben dominant sein könnten. Angenehm dezent ist besser. Gegen eine neutrale weiße Wand ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden.

Ich war einmal in einem Yogastudio in einem alten Gebäude. Dort hat man einfach bewusst das ursprüngliche alte Mauerwerk freiliegen lassen. In meinen Augen eine ziemlich ideale Gestaltung. Heute hat man ja auch ganz gerne mal in modernen Wohnräumen ein ansprechendes nacktes Mauerwerk oder eine Gestaltung, die das imitiert. Das passt vielleicht erst recht für einen Meditationsraum. Er darf ruhig minimalistisch sein. Für eine warme und angenehme Atmosphäre kann allein schon eine Bienenwachskerze, die man sich anzündet, sorgen. Oder man stellt sich vielleicht eine einzelne Blume in einer kleinen Vase auf.

Beim Thema Inspiration geht es letztlich weniger um schöne Dinge, die man sich hinstellt. Für den einen oder anderen gibt es z. B. spirituelle Vorbilder, die einen inspirieren oder zum Meditieren inspiriert haben. Das eine oder andere Bild eines Yogi, eines spirituellen Lehrers, eine Buddhastatue oder etwas mit ähnlicher Symbolik kann daher ganz individuell eine inspirierende Atmosphäre unterstützen. Manchmal hat man auch andere Herzöffner. Ein Geschenk z. B., das für uns Verbundenheit symbolisiert, oder Ähnliches.

Dennoch: Nicht viel! In jedem Fall sollte sich alles für mich persönlich stimmig und harmonisch anfühlen. Also: Wie wirkt es auf mich? Wenn man keinen ganzen Raum zum Meditieren hat, sondern nur eine Ecke in einem auch anders genutzten Raum, dann sollte die Energie des Raumes der Meditation Platz lassen. Arbeitszimmer oder Schlafzimmer mit ihrer unzweideutigen Energie passen nicht gut zur Meditation.

Letztlich natürlich sollte es uns dennoch möglich sein, fast überall zu meditieren. Eine Meditation ist nichts Abgrenzendes. Gerade in Achtsamkeitsmeditationen, bzw. Meditationen eines offenen Gewahrseins geht es um Annahme, geht es darum, mit allem da sein zu können. Da stört mich persönlich dann auch kein Klavierspiel oder Violinenspiel der Nachbarn oder ein gewisser Lärm einer Baustelle vor dem Haus. Es ist, wie es ist – nichts stört.

Dennoch spricht nichts dagegen, es sich für das Meditieren einigermaßen angenehm zu machen. Für Anfänger ist das natürlich hilfreich. Die zentrale und allererste Anforderung für einen Meditationsraum ist, dass wir angemessen sitzen können: Ein spezielles Meditationskissen für den Boden und eine entsprechende Unterlage (kann auch eine Yogamatte sein) oder ein geeigneter Stuhl oder Sessel, die ein gutes einigermaßen aufrechtes anstrengungsloses Sitzen unterstützen.

Für mich persönlich ist eine stimmungsvolle und ruhige Umgebung wichtig für meine Meditation. Ich denke, am Anfang ist es einfacher mit einer angenehme Umgebung zu meditieren. Im Laufe der Übung , also ja länger man regelmäßig meditiert, wird der Ort und die Umgebung zur Nebensache, man kann sich besser auf seinen Körper du Atem konzentrieren . Das ist wahrscheinlich von Person zu Person recht unterschiedlich. Auch von der Art der Meditation gibt es Unterschiede.

Katrin England (Ayur-Yoga Therapeutin und zertifizierter Ethno Health Coach)

Meiner Meinung nach ist es am Anfang besser alleine zu meditieren. Wenn man noch nie in seinem Leben meditiert hat und sich noch nie mit sich und seinem Inneren verbunden hat, was in der Meditation automatisch geschieht, können auch Emotionen hochkommen. Davon kann sich keiner frei sprechen. Natürlich ist es auch möglich in Kursen zu meditieren aber man muss sich dies bewusst machen, dass Gefühl hoch kommen können. Ich mag es lieber alleine zu meditieren, da man sich komplett auf sich selbst konzentrieren kann. Ohne Ablenkung durch äußere Einflüsse. Zu Anfang wäre es sowieso besser, alleine zu meditieren, um sich mit der Materie erst einmal auseinander zu setzen. So kannst du ersteinmal schauen, ob Meditation überhaupt das Richtige für dich. Viele können noch nicht mal 5 Minuten ruhig sitzen, da sie unruhig werden oder die Knie und Beine beginnen zu Schmerzen. Ich denke, erst wenn man es schafft 1 Stunde alleine zu meditieren, kann man sich in einem Kurs anmelden. Diese Meditationserfahrung erlangt man mit den Jahren. Probiere erstmal zuhause jeden Tag 5-10 Minuten zu meditieren und steigere die Zeit dann täglich um ein paar Minuten. So gelangst du an dein Ziel. Namasté, Melanie

Es gibt ja viele Richtungen und Angebote auch im Bereich der Meditation, aber grundsätzlich würde ich jedem, der mit Meditation beginnen möchte, anraten, zuerst einen Kurs zu belegen. Das kann ein Wochenende oder ein VHS-Kurs sein. Es müssen keine wochenlangen Retreats oder ZEN-Seminare sein, es reicht wenigsten 2-3 Tage von einem “Meister” eingeführt zu werden. Wem es nicht leicht fällt, mit Disziplin im Alltag täglich zu meditieren, dem könnte eine Gruppe, die sich regelmäßig zum Meditieren trifft, sehr dienlich sein. Ansonsten ist es ein Geschenk, sich zu Hause ein Raum speziell zum Meditieren einrichten zu können. Ein Meditationsraum hilft sehr, die innere Ruhe zu finden und den Alltag abzustreifen. Dazu ist es ratsam, diesen Raum auch wirklich nur zum Meditieren zu verwenden und nicht noch ein Bügelzimmer etc. daraus zu machen. Das signalisiert dem Unterbewusstsein schon beim Betreten des Raumes, jetzt ist Zeit für Einkehr und in die Mitte finden. Das würde weniger funktionieren, wenn da in der Ecke noch der ToDo-Berg an Bügelwäsche liegt.

Romie Danner (Heilpraktikerin mit 20-jähriger Berufserfahrung)

Meditieren ist ein Erfahrungsweg. Es geht darum es zu tun, damit zu beginnen und nicht zu viel darüber nachzudenken ob man nun „richtig“ oder „falsch“ meditiert. Tatsächlich ist es für Meditationsanfänger aber anfangs schwer diese Konzepte loszulassen und einfach „nur zu sein“. Meiner Erfahrung macht es daher Sinn in einer Gruppe zu starten, da man von der Energie im Raum getragen wird und nicht aus einer inneren Ungeduld heraus nach wenigen Minuten wieder abbricht.

Ich erzähle in diesem Zusammenhang übrigens gerne die Geschichte vom „Monkey Mind“.

Katharina Kitzmüller (Dipl. Yogalehrerin)

Persönlich denke ich es ist leichter am Anfang in der Gemeinschaft zu meditieren. Vor allem wenn man angeleitet wird. Aber je nach Typ kann es auch mit ein bisschen Diziplin alleine zuhause funktionieren. Wichtig ist es Rituale zu schaffen – vielleicht zuerst ein Räucherstäbchen und eine Kerze anzuzünden bevor ich mich auf meinem Meditaitonskissen zurecht setze.

Am Besten am Anfang auf die Atmung fokussieren und immer wieder auf die kontrollierte Atmung zurück kommen wenn ich merke meine Gedanken schweifen ab. Vielleicht die Gedanken visualisieren z.B. als weiße Wolken die an mir vorbeiziehen ohne das ich emotional damit verbunden bin.

Viele glauben Meditation bedeutet nichts denken – darum geht es aber nicht sondern sich von seinen mit den Gedanken verbundenen Emotionen zu lösen und zu beobachten ohne zu bewerten.

Sylvia Daun (Geschäftsführerin von KISMET Yogastyle)

Wenn man bisher noch gar keine Meditationserfahrungen gemacht hat, so bietet es sich an, einen Kurs zu besuchen. In den Kursen wird das Meditieren Schritt für Schritt angeleitet. Meistens werden auch verschiedene Meditationstechniken gelehrt und man kann ausprobieren, was einen am besten anspricht. Denn nicht alle Meditaitonstechniken funktionieren für jeden Menschen gleich gut. In einem Kurs hat man auch den Vorteil, dass man unter Gleichgesinnten ist und sich über das Meditieren austauschen kann. Neben einem Kurs kann man dann anfangen, das Meditieren für sich alleine zuhause zu praktizieren.

Natürlich kann man auch immer alleine anfangen zu meditieren. Aber ich denke, dass es am Anfang hilft, wenn man jemanden an seiner Seite hat – ob das jetzt ein Lehrer in einem Kurs ist, ein guter Freund, eine App oder ein online Video ist dabei ganz egal.

Maria Radzimanowski (Ergotherapeutin und Epidemiologin)

Wie alles im Leben, haben beide Ansätze ihre Vor- und Nachteile. Vergleichen wir es z. B. mit dem Laufsport. Natürlich kann jeder von uns alleine laufen gehen, aber oft ist es die Gruppe, die uns motiviert, auch wirklich das Haus zu verlassen. Ganz besonders, wenn man beginnt, das Laufen zu trainieren.

Bei der Meditation ist es ähnlich. Menschen sind in den meisten Fällen motivierter, wenn sie innerhalb einer Gemeinschaft agieren. Zusätzlich kann man von anderen lernen und auch mal Herausforderungen ansprechen.

Natürlich gibt es hier Ausnahmen und dem ein oder anderen wird es gut tun, sich erst einmal selbst an die Meditation heranzuwagen und seine ganz individuellen Erfahrungen damit zu machen.

Grundsätzlich ist die Regelmäßigkeit hier aber der wichtigste Faktor. Das heißt, egal, ob alleine oder in der Gruppe, sind mindestens ein paar Minuten pro Tag ausschlaggebend.

Heute gibt es wunderbare Möglichkeiten, Meditation zu erlernen. Oft brauchen wir dazu nur eine gute Anleitung im Internet oder eine Gruppe von Menschen, die sich online trifft, um Meditation zu praktizieren. Das kann gerade bei Anfängern sehr hilfreich sein, die sich oft unsicher sind und mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auch wieder aufgeben.

Peter Beer (Autor, Experte für Resilienz und Achtsamkeit)

Das hängt ganz von den persönlichen Vorlieben ab! Ich selbst bin schon vor Jahren im Yoga mit Meditation in Kontakt gekommen und fand nie wirklich den Zugang. Erst als ich zu Hause alleine zu meditieren begann, konnte ich Meditation fest in meine Routine implementieren. Generell ist eine Gruppendynamik sinnvoll, da die Stimmung passt und man „nicht weg kann“. Zuhause in seiner Comfort Zone kann aber auch super für den Einstieg sein. Ich empfehle Kopfhörer oder absolute Ruhe.

Eva-Maria Schwarzfischer (Bloggerin, angehende Fitness-Trainerin und Yoga-Lehrerin)

Wenn Du mit dem meditieren beginnen willst gibt es sicherlich viele Fragen, die in Deinem Kopf herumschwirren. Die Angst aufzufallen unter Geübten oder die Sorge, nicht lange genug still sitzen zu können sind Gedanken die jeder Meditations-Anfänger hat.

Die Frage ob es besser ist, in einer geführten Gruppe zu beginnen oder lieber alleine lässt sich nicht so pauschal beantworten. Beides hat Vor- und Nachteile. Abhängig davon, welcher Typ Mensch Du bist kann es hilfreich sein, für sich allein mit dem Meditieren zu beginnen oder aber in einer geführten Gruppe.

Ich empfehle, beides einmal zu testen und für sich selbst zu entscheiden. In einer Gruppe unterstützt Dich definitiv die Dynamik, die direkten Worte des Lehrers, aber auch die bewusste Entscheidung für den Kurs.

Das Gefühl das bei der Meditation entsteht braucht Zeit. Daher bringt es nichts, es einmal zu probieren und dann gleich wieder aufzugeben.

Die Vorteile, zuhause und alleine zu beginnen liegen in einer ganz anderen Richtung. Hier kannst Du Dich frei entscheiden, wann Du meditierst und wie lange Du Dir Zeit nimmst. Du kannst in kleinen Schritten beginnen. Zuerst eventuell mit ein paar Minuten täglich. Das Sitzen üben. (auch das muss geübt werden) und diese Zeitspanne dann weiter auszudehnen.

Zu Beginn tut bereits nach ein paar Minuten der Rücken weh, die Beine schlafen ein, die Nase kitzelt oder andere Körperteile wollen Deine Aufmerksamkeit erlangen, indem sie Dich von der Meditation abhalten. Nach einiger Zeit aber verschwinden diese Ablenkungen von ganz alleine und Dein Geist schafft es, länger und länger „auszuhalten“; sich zu fokussieren und sich nicht ablenken zu lassen.

Wenn das Sitzen geübt ist und keine Probleme mehr bereitet, kann die Zeitspanne weiter ausgedehnt werden.

Zu Beginn empfehle ich für das Meditieren zuhause Kopfhörer zu nehmen und mir eine geführte Meditation anzuhören von einem Lehrer/einer Lehrerin mit einer Stimme die Dir gefällt und einem Thema das Dich anspricht. Alternativ geht auch immer die Fokussierung auf die Atmung. In jedem Fall empfehle ich Dir aber: Bleib dran. Es lohnt sich und ist wie Fahrradfahren. Nach einer kurzen Übungsphase spürst Du ganz schnell Fortschritte.

Eine allgemein gültige Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Jeder Mensch ist anders und was für den Einen passend und stimmig ist, geht für den Anderen gar nicht. Aus meiner Erfahrung und den Gesprächen mit meinen Schülern beobachte ich jedoch, dass es vielen Menschen schwer fällt, zumindest am Anfang der Mediationspraxis, sich alleine auf die Stille einzulassen, sie lassen sich leichter ablenken und auch die Zeit die sie in der Mediation verweilen ist meist kürzer.

Eine geführte Gruppe gibt einen festen Rahmen, eine Struktur und sie stützt den Einzelnen in seiner/ihrer Meditation. Viele Anfänger haben auch die Erwartungshaltung, dass sie sich hinsetzen und alles muss zum Stillstand kommen, keine Gedanken mehr, keine Emotionen – ein Mediationslehrer kann eine große Hilfe sein, die eigene Haltung zu überdenken, sich einzulassen und er/sie ist da, wenn jemand seine Erfahrungen teilen möchte oder eine Hilfestellung wünscht.

Ich würde Anfängern empfehlen: ausprobieren und schauen – wo fühl ich mich wohl, wo habe ich das Umfeld, welches meine Meditation unterstützt und dann dabei bleiben!

Christiane Glöckler (Yogalehrerin)

Grundsätzlich die einen so und die anderen so. Die Eine meditiert lieber in der Gruppe und der Andere lieber allein zuhause. Es kommt natürlich auch ganz darauf an, wie der ansprechend der Kurs aufbereitet ist. Während Teilnehmer in anderen Kursen auch weniger begeistert sind, erfahren die Teilnehmer meiner Kurse zu 95% ein überraschendes Gefühl der Faszination.

Ramin Raygan (Meditationstrainer, Life- und Business Coach seit 25 Jahren)

Laut der Theorie aus der “Hatha Yoga Pradipika” ist ein solcher Raum exakt beschrieben, worin man Yoga praktiziert, als auch meditiert. Es basiert auf jahrtausendlange vergangene Zeiten. Vieles davon ist aber auch noch nachvollziehbar. Es besagt, dass der Raum klein sein sollte, frei von Steinen, Feuer, Wasser oder jeglicher Störung. Der Raum hat eine kleine Tür, keine Fenster, keine Aushöhlungen (Löcher, Spalten), nicht zu hoch oder zu niedrig. Der Boden ist gut gepflastert, mit Kuhdunk ausgelegt, frei von Schmutz, Insekten und anderen Tieren. An der Außenseite des Gebäudes sollen Schattenspender sein umgeben von einer freien Fläche, die ebenso bezäunt ist. So wird sie von den Yogameistern beschrieben. Bei solchen Voraussetzungen könnten viele heutzutage nicht meditieren. Ich selbst würde in meinem Schlafzimmer meditieren, mit dem Blick aus dem Balkon. Heller Raum, wenige Möbel, wenig Ablenkung.

Meditation – auch Dhyana genannt – ist im achtgliedrigen Pfad von Patanjali der 7. Pfad. Das heißt vorher gehen viele andere Übungen voraus, um die Meditation zu meistern. Meditation ist eine herausfordernde Übung ist. Ich bin der Meinung, dass die meisten eher von Konzentration – Dharana sprechen. Viele steigen aber auch ein mit Atemtechniken und geführten Meditationen. Viele werden sich erwischen, dass doch immer wieder ein anderer ablenkender Gedanke aufpoppt. Manchmal gelingt es wieder zurückzukehren und sich wieder zu konzentrieren. Wenn man eine Person ist, die sich nicht leicht ablenken lässt und inne halten kann, dann bin ich der Überzeugung, dass er keinen besonderen Platz benötigt. Er/Sie kann vermutlich überall meditieren. Aber es fällt einem in der Tat leichter, einen persönlichen Ort der Kraft zu finden. Es kann einer kleiner Raum oder eine kleine Ecke bei sich in seiner Wohnung sein, am Meer, in den Bergen, auf einer Wiese, ein Ort an dem man sich wohl fühlt und Ruhe empfindet, ohne Ablenkung, ohne Smartphone, wenig Geräusche, ohne unangenehmen Düfte und in einer stabilen und bequemen Sitzhaltung. Meditation soll den Geist zur Ruhe bringen, ein Mind-Reset auslösen und somit auch innere Kraft spenden. Es ist jedoch eine höhere Kunst Meditieren zu können – gerade in der heutigen, hektischen Zeit, wo wir ständig abgelenkt werden, hohe Leistung zu jeder Zeit und Multitaskingfähigkeiten gefragt sind. Meditation schult unsere Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Durchhaltekraft. Außerdem stärkt sie unsere Psyche, mindert Angstzustände, stärkt unser Glücksempfinden, unser Selbstbewusstsein und führt zur inneren Ausgeglichenheit. Sie setzt voraus, dass wir uns konzentrieren, entspannen und loslassen können. Sie vertieft aber auch diese Fähigkeiten und führt uns zu unserem eigenen Geist, wenn wir regelmäßig praktizieren.

Sportler, mit denen ich größtenteils arbeite, üben sich durch einfache Atemtechniken und nähern sich so peu à peu der Meditation. Und wir praktizieren, da wo ich gerade unterrichte. Aber bevorzugt in einem kleinen, hellen und sauberen Raum. Mit Anfängern ist es sicher einfacher an einem ruhigen, sauberen und hellem Ort zu praktizieren, ohne Ablenkung wie ich es auch mit meinen Sportler praktiziere. Generell sollten alle Yogaräume sauber sein :). Ich starte mit den Athleten, aber auch mit jedem anderen Yogaeinsteiger mit Atemübungen und kleinen Meditationen (Achtsamkeits- oder Eigenschaftsmeditation).

Die Meditation an sich ist ein weites Feld, welches insbesondere Anfänger oft eher abschreckt, als einlädt. Die Vorstellung, sich in Stille hinsetzen zu müssen wirkt auf viele Menschen befremdlich und alltagsfern. Interessant ist dabei, dass das Wort “Meditation” aus dem lateinischen Wort für “nachdenken ;sinnend betrachten” entlehnt ist. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass es nicht darum geht, die Gedanken zu unterbrechen, sondern sie bewusst und achtsam in eine Richtung zu steuern. Meditieren bedeutet also, die eigenen Gedanken auf eine Sache zu fokussieren, ohne dass sie abschweifen. Am besten funktioniert das mit allen Sinnen.

Selbstverständlich ist es von unschätzbarem Wert, sich einen eigenen Meditationsraum einrichten zu können, in dem man sich zu jeder Zeit in die geborgene Umgebung einer eigenen Oase der Seele zurückziehen kann – aber die eigentliche Essenz der Meditation, die Achtsamkeit, kann überall und zu jeder Zeit statt finden und sollte die spielerische Neugier des Meditationsneulings zulassen. Es sollte der (Spiel)Raum zum Experimentieren gegeben sein, viel mehr als der Druck, dafür zuerst einen speziellen Ort schaffen zu müssen. Wenn ich mich konzentriert in meinem Tun verliere, dann ist das “Meditation in Motion”, also eine tiefe meditative Praxis.

Herantasten kann man sich im Alltag beispielsweise durch tiefe sinnliche Erfahrungen, beispielsweise im Riechen, Fühlen, Schmecken eines Stückes Schokolade oder dem Genuss eines reifen Stückes Obst. Meinen Patienten und Kursteilnehmern versuche ich das anhand der Beobachtung des eigenen Atemrhythmus’ und der fließenden Bewegungen im Yoga zu vermitteln. Wenn du dich auf deinen gleichbleibenden Atem konzentrierst, ihn bewusst wahrnimmst, während du deinen Körper in einer oder mehreren aufeinander folgendene Yogahaltungen spürst, dann ist dir kaum ein abschweifender Gedanke möglich. Ebenso, wenn du deine Bewegungen auf den Rhythmus eines Mantras abstimmst. Genau das ist Meditation. Die siebte Stufe, bzw. das siebente Glied des achtgliedrigen Pfad des Yogas.

Sabine Lutz (zertifizierte Yogalehrerin und psychologische Beraterin)

Es ist gut, einen festen Platz zum Meditieren zu haben, wo man ungestört ist und sich wohlfühlt. Das kann einfach auf dem Teppich oder auf dem Bett sein oder in einer dafür extra eingerichteten Ecke. Man schnappt sich ein Kissen zum erhöht Sitzen, zieht sich was Warmes über, stellt den Timer und los geht’s. Am besten mit möglichst wenig Aufwand und immer gleich durchführen – so fällt es leichter loszulegen und wird ganz schnell zur Routine.

Am Anfang ist ein Meditationsraum hilfreich. Aber das eigentliche Ziel ist es, später überall meditieren zu können und sich nicht von dem Raum und der Stille abhängig zu machen.

Andrea Kubasch (u.a. Yogalehrerin und -referentin, Autorin, Gründerin)

Ich bin nicht der Meinung, dass es eines meditationsraumes bedarf, denn man kann überall meditieren. Gerade als Anfänger, macht es ein Meditationsraum oder eine entsprechende Ecke aber bestimmt einfacher, denn wenn man nicht daran gewöhnt ist zu meditieren, fällt es schwer diese neue Gewohnheit zu etablieren. Wenn man dann einen Ort hat an dem man es gemütlich und still hat, ist die Überwindung nicht mehr ganz so groß.

Julia Hofgartner (Yogalehrerin)

Meiner Meinung nach ist ein eigener Meditationsraum nicht notwendig, um mit Meditation zu beginnen. Da man sich gerade als Anfänger jedoch leicht ablenken lässt, sollte man sich einen Ort zu suchen, an dem man ungestört ist. Dabei hat jeder seine eigenen Vorlieben: Ich meditiere gerne im Sitzen auf meinem Bett oder am Boden. Manchen hilft es vielleicht, sich eine kleine Ecke in der Wohnung einzurichten, in die sie sich zum Meditieren zurückziehen.

Ein kleiner Nebeneffekt einer solchen Meditationsecke ist, dass man bei ihrem Anblick täglich daran erinnert wird, dass man mal wieder meditieren könnte – so lange, bis es eines Tages zur Gewohnheit wird. Je geübter man ist, umso leichter fällt es einem, während der Meditation die Umgebung und etwaige Geräusche auszublenden, sodass man irgendwann überall meditieren kann.

Als Anfänger ist es zunächst wichtig, überhaupt mit Meditation anzufangen. Dazu braucht man keinen eigenen Meditationsraum. Man kann auf dem Bett meditieren, auf einem Sofa, ja sogar im Zug oder im Bus – und natürlich auf einer Parkbank, am Ufer eines Flusses, auf einem Berg. Man setze sich bequem hin – und beginnt mit der Meditationstechnik, die man gelernt hat. Am besten beginnt man mit 3-5 Minuten kurzer Meditation und steigert das dann schrittweise.

Wer regelmäßig meditiert, wird meist feststellen, dass in einem speziellen Meditationsraum, z.B. in einem Meditationszentrum, Yoga Zentrum etc. die Meditation tiefer wird. So werden die meisten regelmäßig Meditierenden sich eine Ecke in einem Raum als Meditationsecke einrichten: Ein schöner Altar mit Kerze oder Öllampe, ein inspirierendes Bild, eine Pflanze. Wenn man täglich dort meditiert, wird sich da eine spirituelle Schwingung aufbauen. An einem solchen Ort braucht man sich dann nur hinzusetzen, und die Meditation kommt sehr leicht.

Langfristig wird man dann feststellen, dass es egal wird, wo man meditiert. Sehr erfahrene Meditierende können überall in den meditativen Bewusstseinszustand fallen.

Sukadev Bretz (Gründer und Leiter von Yoga Vidya)

Die Essentials, um deinen Meditationsraum einzurichten

Sitzgelegenheit

Das Wichtigste beim Einrichten deines Meditationsraums ist die Sitzgelegenheit, also jener Platz, wo man sich am besten entspannen und den Geist öffnen kann. Je nach persönlicher Präferenz kann dies ein Sessel, eine Matte oder ein Kissen sein. Mit Kissen ist weniger das normale Schlafkissen oder ein Sitzsack gemeint, sondern eher Meditationskissen, die eigens für die Ausführung von Entspannungstechniken gefertigt werden und dementpsrechend eine gute Wahl für unsere Zwecke sind. Sie garantieren Komfort und Stabilität in den verschiedensten Positionen und können leicht bewegt werden. So kannst du dein Entspannungsprogramm auch mal ganz spontan auf deine Terrasse verlegen.

Wandgestaltung

Im Meditationszimmer oder im Bereich des Meditationsplatzes sollten Farben und Elemente präsent sein, die entspannend und inspirierend wirken. Weiße Wände erfüllen diesen Zweck wohl in den seltensten Fällen. Daher empfehlen wir warme, gedeckte Naturtöne, wobei die Intensität der Farben vom individuellen Geschmack abhängt. Deko Aufkleber auf den Wänden können ebenfalls eine beruhigende Wirkung haben, wenn das Motiv richtig gewählt ist. Diese Aufkleber eignen sich besonders gut für Meditationsplätze, die in ein anderes Zimmer integriert sind und somit die Wandgestaltung etwas eingeschränkt ist.

Zimmerbrunnen

Das Plätschern von Wasser hat für viele Menschen eine sehr beruhigende Wirkung. Das leise, beständige Geräusch unterstützt das Vergessen von störenden Gedanken und das Öffnen des Geistes. In dieser Weise kann die Meditation erleichtert werden. Ein Zimmerbrunnen darf deshalb auf keinen Fall fehlen, wenn du einen Meditationsraum einrichten willst, denn er bringt nicht nur das angenehme Plätschern in deinen Platz der Entspannung, sondern ist auch ein echter Hingucker.

Yoga Zubehör

Yoga ist mittlerweile ein sehr beliebter Sport, auch unter Menschen, die eigentlich sonst keine Verbindung zur Meditation haben. Dies ist aber nicht verwunderlich, da die verschiedenen Übungen den Körper tief entspannen und Verspannungen lösen. Deshalb sollte Yoga-Zubehör nicht ausbleiben, wenn man einen Meditationsraum einrichten möchte. Yoga fördert die Vitalität und unterstützt die Einheit von Körper und Geist. Da die Übungen primär auf dem Boden aufgeführt werden, ist eine qualitative Yogamatte von großer Wichtigkeit, um den zur Entspannung nötigen Komfort zu gewährleisten und Gelenkprobleme zu vermeiden. Die Yogamatte sollte rutschfest sein, hautverträglich und leicht zusammenrollbar.

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