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Reizdarm behandeln

Frau mit Reizdarm-Problem
Schriftzug in Schreibschrift "Just Relax"
Reizdarm ist eine Volkskrankheit, die vielen Deutschen das Leben schwer macht. Wir geben dir ein paar einfache Tipps, wie du das Problem in den Griff bekommst.

Reizdarmsyndrom – ein typisches Problem

Über 15 Millionen. So viele Menschen in Deutschland haben mit Reizdarm zu kämpfen. Und leider wird man es auch nicht so schnell los, denn Medikamente gibt es nicht wirklich dagegen. Wenn du unter dem Reizdarm-Syndrom leidest, gibt es trotzdem einige Mittel, die dir das Leben leichter machen können. Wir geben dir 5 praktische Tipps, wie du deine Beschwerden auf natürlichem Wege lindern kannst.

Reizdarm – was hilft dagegen?

Tipp 1:Wärme bei akuten Reizdarm Schmerzen

Einfach, aber effektiv gegen Schmerzen ist die gute alte Wärmflasche. Sie hält schön lange warm, sodass sie sich gerade zur Anwendung über Nacht perfekt eignet. Ein Kirschkernkissen ist eine Alternative, die zwar nicht ganz so lange warm hält, sich dafür aber gut dem Körper anpasst. Außerdem brauchst du hier nicht zu befürchten, dass du dich am kochenden Wasser verbrühst. In beiden Fällen solltest du deine Wärmequelle nicht direkt auf die schmerzende Stelle legen, sondern eine Schicht Kleidung dazwischen lassen, um Verbrennungen zu verhindern. Wärme hat nicht nur eine schmerzlindernde Wirkung, sondern beruhigt dich zusätzlich, sodass du dich besser entspannen kannst.

Tipp 2: Stärke deinen Darm

Eine Vielzahl von Bakterien in unserem Körper befinden sich im Darm und sind dafür zuständig, Nährstoffe aus unserem Essen zu filtern. Wenn diese sogenannte Darmflora angegriffen ist, kann Reizdarm die Folge sein. Deswegen ist es wichtig, deinen Darm mit “guten” Bakterien zu stärken. Diese sogenannten Probiotika kommen besonders in Joghurt oder Sauerkraut vor, aber auch in anderen Lebensmitteln. Zusätzlich kannst bekommst du probiotische Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke.

Tipp 3: Führe ein Essens-Tagebuch

Kennst du das? Du hast üble Bauchschmerzen, aber keine Ahnung, warum? Manchmal hat es etwas damit zu tun, was du gegessen oder was du an dem Tag gemacht hast. Wenig Schlaf, Stress auf der Arbeit oder der Menstruationszyklus können ebenfalls Schuld an Reizdarm-Beschwerden sein. Deswegen kann es dir helfen, all diese Dinge zu notieren. So weißt du, welche Lebensmittel in bestimmten Situationen Darmbeschwerden hervorrufen können und wann sie vollkommen unbedenklich sind.

Tipp 4: Entspanne dich mit Übungen

Wie schon gesagt, ist Stress einer der Auslöser für Reizdarm. Um Beschwerden vorzubeugen, kannst du deshalb regelmäßig Yoga machen oder dir eine Massage mit Aromaöl gönnen – geht auch Zuhause!

Tipp 5: Schaffe gute Essgewohnheiten

Das Tagebuch hilft dir dabei festzustellen, welche Lebensmittel dir gut tun, und welche schädlich sind. Aber es geht nicht nur darum, was du isst, sondern auch wie. Du bist immer auf Achse und quetschst deine Mahlzeiten immer zwischen Emails checken und den nächsten Termin? Oder vergisst manchmal sogar vollkommen, dass du noch nichts gegessen hast? Auch das können Auslöser für Reizdarm sein. Gerade bei Darmbeschwerden ist es wichtig, dass du zu festen Tageszeiten isst und dir dafür Zeit nimmst. Gerade auf der Arbeit solltest du dir Zeit für eine Mittagspause nehmen. Wie das entspannt geht, zeigen wir dir hier. Um deinen Darm nicht übermäßig zu beanspruchen ist es wichtig, dass du gründlich kaust, und das geht eben nicht, wenn du in Eile bist. Generell ist es außerdem empfehlenswert, eher kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, dafür aber mehrere über den Tag verteilt. So bekommt dein Darm nicht die volle Ladung Arbeit auf einen Schlag.

Das solltest du bei Reizdarm wissen

Die richtige Reizdarm Ernährung

Um deinen Darm zum Arbeiten zu bringen, solltest du viele Vollkornprodukte zu dir nehmen. Also vor allem Vollkorn und Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sowie Nüsse. Wichtig ist aber, dass du die Menge an Ballaststoffen langsam steigerst, um zu verhindern, dass du Bauchkrämpfe oder Blähungen bekommst, weil dein Darm ungewohnt viel verarbeiten muss. Fermentierte oder zuckerhaltige Lebensmittel wie Weizenprodukte, Zwiebeln, weiche Bananen oder Blumenkohl hingegen können nur schwer vom Darm verarbeitet werden. Daher solltest du sie reduzieren oder sogar ganz streichen. Aber auch hier ist es wichtig, einfach auszuprobieren, wie der Körper reagiert, denn das ist bei jedem ein bisschen anders. Wie eine gesunde Ernährung aussehen kann, zeigen wir dir hier.

Reizdarm Diagnose

Das Problem bei Reizdarm ist, dass es meist lange dauert, bis die Diagnose Reizdarm steht. Die Ursache für diese Bauchschmerzen ist nämlich von Außen nicht erkennbar, weil weder Darmspiegelungen noch Laborproben Auffälligkeiten zeigen. Ärzte vermuten deshalb zunächst häufig Lebensmittelunverträglichkeiten oder sogar Darmkrebs. Um Reizdarm zu festzustellen, orientieren sie sich meist am sogenannten Rom-III-Konsensus. Wenn der Patient in den vergangenen 12 Wochen mindestens 3 Tage pro Monat unter Bauchschmerzen gelitten hat und bestimmte Merkmale in Bezug auf den Stuhlgang zutreffen, wird Reizdarm diagnostiziert.

Reizdarm Symptome

Wie du dir sicher schon denken kannst, ruft Reizdarm vor allem Beschwerden in der Bauchgegend und bei der Verdauung hervor. Wenn du unter Reizdarm leidest, äußert sich das häufig in Verstopfungen, Blähungen oder Durchfall, aber auch Bauchkrämpfe und ein Blähbauch sind nicht untypisch. Aber auch andere Beschwerden können durch einen gereizten Darm entstehen, wobei es sein kann, dass du den Zusammenhang nicht sofort bemerkst.

Reizdarm Rückenschmerzen

Was dein Darm mit dem Rücken zu tun hat? Eine ganze Menge! Anatomisch gesehen liegen dein Darm und die Wirbelsäule ja ziemlich nah beieinander. Bei einem gereizten Darm kann es schonmal sein, dass er dicker wird und dabei gegen die Wirbelsäule drückt. Gerade Verstopfungen können die Ursache für Rückenprobleme sein. Wenn der Besuch beim Orthopäden nichts an deinen Rückenschmerzen ändern konnte, empfehlen wir dir zu prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen deinen Darmbeschwerden und den Rückenschmerzen bestehen könnte.

Reizdarm Müdigkeit

Wenn du häufiger mal erschöpft bist, kann das auch mit dem Reizdarm-Syndrom zusammenhängen. Die ständigen Darmbeschwerden strengen schließlich auch an und du wälzt dich die ein oder andere Nacht schonmal schlaflos im Bett hin und her. Auch psychisch sind die ständigen Probleme in der Bauchgegend eine Belastung, weshalb es gut sein kann, dass deine Abgeschlagenheit mit dem Reizdarm zusammenhängt. Gerade wenn du häufig gestresst bist, solltest du dir deshalb bewusst Zeit nehmen, um zur Ruhe zu kommen. So linderst du Reizdarmbeschwerden und erholst dich gleichzeitig auch psychisch.

Praktische Hausmittel gegen Reizdarm

Abgesehen von den Tipps wie Wärme und die richtige Ernährung gibt es auch einige Kräuter, mit denen du dir einen Tee gegen die Reizdarmbeschwerden anbrühen kannst. Pfefferminz ist hier ein bekannter Vertreter, aber auch Carmint, was eine Mischung aus grüner Minze, Zitronenmelisse und Koriander ist, gilt als sehr wirksam, weil es Krämpfe löst und beruhigend wirkt. Die Kurkuma-Wurzel ist nicht nur wegen ihrer warmen Farbe und des interessanten Geschmacks eine super Ergänzung für verschiedene Gerichte, sondern wirkt antibakteriell auf den gereizten Darm. Ein einfaches Mittel ist auch leichter Sport wie Yoga, Schwimmen oder Spaziergänge. Besonders wenn Stress oder andere psychische Probleme der Grund für Reizdarm sind, kann Bewegung durch die ausgeschütteten Endorphine dafür sorgen, dass du dich besser fühlst.

Gibt es ein Reizdarm Medikament?

Zu beachten ist: Es gibt nicht DAS eine Mittel gegen Reizdarm. Aber einige Medikamente können dir dabei helfen, Ursachen und Symptome zu lindern. Krampflösende oder Abführmedikamente helfen bei akuten Beschwerden. Elektrolyte und probiotische Nahrungsergänzungsmittel helfen deinem Darm, seine Arbeit wieder aufzunehmen. Wenn deine Darmbeschwerden mit psychischen Problemen zusammenhängen, können dir auch Antidepressiva helfen. Wichtig ist bei diesen Medikamenten, dass du sie in Absprache mit einem Arzt einnimmst, der dann auch die Wirkung überprüft und dir weiterhelfen kannst, falls es zu Nebenwirkungen kommt.

Fazit

Zwar gibt es keine perfekte Lösung bei Reizdarm, aber das ist auch eine gute Nachricht: Viele Wege führen nach Rom. Wähle die Tipps aus, die dich am meisten ansprechen oder von denen du glaubst, sie könnten die Lösung in deiner Situation sein. Und dann kannst du herumexperimentieren und ausprobieren, was am besten in deinen Alltag passt. Dabei ist es besonders wichtig, dass du darauf achtest, wie dein Körper reagiert, damit du weißt, was dir gut tut, und was die Beschwerden verschlimmert.

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