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Katze erziehen

Katze erziehen mit Leine
Schriftzug in Schreibschrift "Just Relax"
Du willst deine Katze erziehen? Hier zeigen wir dir einige Tipps und Tricks, klären auf über die richtige Katzenerziehung und was unterlassen werden sollte.

Eine Katze erziehen? – Geht das überhaupt?

Unterschied zwischen Katze und Hund

Du möchtest deine Katze erziehen? Zunächst einmal: Katzen sind keine Hunde. Während Hunde den Menschen gefallen wollen, tun Katzen dies nicht. Katzen sind selbstbestimmt, unabhängig und haben ihren eigenen Willen. Nicht selten werden Menschen als Dosenöffner oder Bedienstete für Katzen betitelt. Dennoch wünschen sich viele Besitzer, dass sie sich an bestimmte Regeln halten.

Die Natur der Katzen

Katzen legen gewisse Verhaltensweisen nicht an den Tag, nur um dich zu ärgern, sondern weil es in ihrere Natur liegt. Sie kratzt nicht ausschließlich am Sofa, weil ihr langweilig ist, sondern weil sie ihre Krallen stutzen muss. Genausowenig tollt sie nachts mit dem Ziel herum, dich zu wecken. Katzen sind von Natur aus nachtaktive Tiere. Bestrafung bringt an dieser Stelle also gar nichts. Jedoch kann das unerwünschte Verhalten umtrainiert werden und du kannst deinem Tier gewisse Alternativen aufzeigen. Wir wollen dir auf die Frage “Wie kann ich am besten meine Katze erziehen?” eine Antwort geben.

Katze erziehen – Was sollte meine Katze lernen?

Da du dir mit deiner Katze ein Revier teilst, solltet ihr gewisse Regeln festlegen. Werden diese dann auch umgesetzt, steht einem harmonischen Miteinander nichts mehr im Wege. Einige Lektionen und Vorschläge, wie du deine Katze erziehen kannst, werden dir hier vorgestellt.

Stubenreinheit

Du möchtest vom ersten Moment die Stubenreinheit deiner Katze erziehen? Dann stell am besten mehrere Katzentoiletten mit niedrigem Rand auf, damit das Kitten einfacher hineinkommt. Verwende das Streu, dass auch der Züchter benutzt hat und platziere alles in einer ruhigen Ecke. Du kannst dein Kitten einfach so oder nach dem Fressen, Schlafen und Spielen in das Katzenklo setzen und mit dem Finger ein wenig im Streu herumspielen. Verrichtet dein Kitten sein Geschäft, musst du es ausgiebig loben. Wenn es dann doch mal daneben geht: Nimm das Katzenstreu, streue es über die Hinterlassenschaft und bringe es dann in das Katzenklo. Hol dein Kätzchen und setze es dazu, damit es lernt, wo der richtige Ort dafür ist.

Gehorsamkeit

Katzen können – wie Hunde auch – unterscheiden, was verboten ist und was nicht. Wenn deine Katze ihre Krallen in deinen Möbeln vergräbt, solltest du sie mit einem deutlichen “Nein” ermahnen. Schreien ist nicht nötig, da sie sonst Angst bekommen könnte. Hört sie automatisch auf und unterlässt die unerwünschte Tätigkeit, musst du sie loben. Alternativ nimmst du sie hoch und setzt sie an einen Kratzbaum, um ihr zu zeigen, dass dies der richtige Ort ist. Kratzt sie dort weiter, lob sie ausgiebig.

Auf den Namen hören

Um ihr beizubringen auf Kommando zu hören, setzt du dich ein Stück von ihr entfernt hin, rufst ihren Namen und sagst “Komm”. Halt ihr ein Leckerli hin, um sie zu motivieren. Kommt sie nicht, hälst du es ihr unter die Nase und führst es langsam zu dir, damit sie hinterhergehen muss. Dies übst du regelmäßig und vergrößerst wenn nötig die Abstände. Neben Leckerlis gelten auch Streicheleinheiten und Spielen als Belohnung.

Abgewöhnen von Kratzen und Beißen

Auch wenn das Spielen mit den Zähnchen und Krallen als Kitten noch süß ist – als erwachsene Katze ist es das nicht mehr. Jedoch ist das Kratzen und Beißen häufig nicht als Ungezogenheit zu verstehen, sondern weil sie ihr Revier markieren will und Pediküre betreibt. Auch hier ermahnst du sie zunächst und setzt sie dann an den Kratzbaum. Loben nicht vergessen, wenn sie ihrer Tätigkeit dort weiter nachgeht. Kleiner Tipp: Katzen mögen kein Minzöl. Wenn sie dich und deine Kommandos ignoriert und weiter an deinen Möbeln kratzt, kannst du unempfindliche Gegenstände damit einstreichen.

Der Beutetrieb

Alles, was sich wie Beute verhält, ist auch Beute. Katzen sind und bleiben Raubtiere. Greift die Katze nach deinen Füßen unter der Bettdecke und du ziehst sie weg, stachelt sie das noch mehr an ihre “Beute” zu erlegen. Lass deine Füße einfach dort liegen und nimm dein Kätzchen zur Seite. Wenn das nicht hilft, erteilst du ihr Bettverbot. Doch keine Sorge: eigentlich verstehen sie schnell, dass Füße nicht in ihr Beuteschema gehören – insbesondere nicht deine.

Pflege

Bei der Krallenpflege ist nicht jede Katze ohne weiteres kooperativ. Mit Hilfe eines langen und wahrscheinlich mühsamen Prozesses, kannst du aber auch dieses Verhalten ändern. Dazu musst du den Vorgang auf kleine Schritte herunterbrechen. Angefangen mit einer Belohnung, wenn du ihre Pfote berührst. Fühlt sie sich damit Wohl, drückst du die Pfote im nächsten Schritt leicht, damit die Kralle herauskommt. Wenn das klappt, belohnst du auch das mit einem Leckerli. Dieser Prozess geht solange weiter, bis deine Katze sich die Krallen von dir schneiden lässt, ohne dass du mit ihr ringen musst.

Gut erzogene Katze schläft im Bett

Tipps und Tricks zur richtigen Katzenerziehung

Katze erziehen von Anfang an

Bereits im Kittenalter solltest du damit beginnen, deine Katze zu erziehen. Dabei ist es wichtig, dass ihr beiden eine vertrauensvolle Basis habt und du ihre Eigenheiten und Bedürfnisse bereits kennst, um entsprechende Erziehungsmaßnahmen zu schaffen. Achte darauf, dass du dein Kitten nicht direkt überforderst, sondern fang langsam an. Vieles lernen die Kittens schon von ihrer Mutter, weshalb sie bis zur 12. Woche in ihrer Obhut bleiben sollten.

Die Grenzen testen

Besonders Katzenbabys testen Grenzen aus und schauen, wie weit sie gehen können. Genau das macht direkte Erziehung so notwendig. Kratzen am Kratzbaum ist okay, an den Gardinen nicht. Egal wie süß dein kleiner Stubentiger dabei aussieht, du solltest unangemessenes Verhalten unterbinden. Auch Kittens verstehen schon positive Anreize und spüren negative Stimmung, wenn sie etwas falsch gemacht haben. Mit Babypfoten zu spielen – okay. Aber mit ausgewachsenen Pfoten und Krallen zu kämpfen ist dann doch etwas anderes.

Spielregeln

Du solltest dir überlegen, welche Verhaltensweisen für dich in Ordnung sind und welche nicht. Erlaube ich meiner Katze auf das Bett zu springen? Darf sie beim Spielen kratzen und beißen? Ist es okay, wenn sie während ich esse bettelt? Entscheidest du dich dagegen, erziehe sie dementsprechend und ermahne sie mit einem “Nein” bis sie es verstanden hat.

Und wenn ich meine Meinung ändere?

Marotten im späteren Alter wegzutrainieren ist zwar möglich, aber sehr schwierig und erfordert eine Menge Geduld. Lernerfolge werden aufgrund spontaner Meinungsänderung zerstört und verwirrt deine Samtpfote. Wer kann es ihr verübeln? Katzen lieben Routine und wenn es bisher in Ordnung war, warum dann jetzt nicht mehr? Deshalb ist es umso wichtiger, Spielregeln vorher klar zu definieren und von allen im Haushalt langfristig und konsequent durchzusetzen.

Trainingseinheiten

Um deine Katze und besonders dein Kitten am Anfang nicht zu überfordern, ist nur eine spielerische Trainingseinheit pro Tag ideal. Auch solltest du dich auf eine Sache beschränken, die du deiner Katze beibringst. So lassen sie sich nicht ablenken und können sich voll und ganz auf die Aufgabe konzentrieren. Die Trainingseinheiten sollten nicht zu lange dauern und wenn deine Katze entscheidet, dass es für den Tag reicht, dann belass es dabei.

Sei konsequent

Wie bereits gesagt hilft es nicht, erst Verhaltensweisen durchgehen zu lassen und somit zu erlauben, nur um sie dann ein paar Monate später zu verbieten. Ein kleines Beispiel: Du möchtest nicht, dass deine Katze während du isst immer bettelt, du gibst ihr aber hin und wieder etwas vom Tisch? Dann bist du – ehrlich gesagt – selbst Schuld. Katzen merken sich das und hoffen darauf, dass etwas abfällt sobald du isst. Würdest du nicht genauso denken? Um ihr also das Verhalten wieder abzugewöhnen, musst du sie während deiner Mahlzeiten konsequent ignorieren. Ist hart, hilft aber!

Lob und Tadel

Die Belohnung

Hat deine Katze auf dich gehört oder etwas gut macht, bekommt sie ein Leckerli. Überzeugt werden kann sie aber nicht bloß mit dem normalen Futter, sondern es muss etwas besonderes her. Dazu können spezielle Leckerlis gekauft werden. Doch Achtung: Nimm entweder sehr kleine Leckerlis oder reduziere das Futter, damit deine Katze nicht übergewichtig wird. Neben dem Lieblingssnack solltest du deine Katze auch mit ausgewogenen Streicheleinheiten und einer Spielrunde belohnen. So weiß sie, dass ihr ein angemessenes Verhalten mehr bringt als ein “Nein” oder ignoriert zu werden.

Der Tadel

Wähle ein Wort um deiner Katze deutlich zu machen, dass sie etwas falsch gemacht hat. Am einfachsten ist das Wort: “Nein”. Es ist wichtig, dass du es mit einer immer ähnlichen Betonung sagst und mit klarer und verständlicher Stimme aussprichst. Deine Katze wird die negativen Schwingungen direkt bemerken. Hilft das Kommando “Nein” nicht, versuch es mit irgnorieren, denn Katzen hassen es ignoriert zu werden.

Die Todsünden der Katzenerziehung

Wenn du deine Katze erziehen möchtest, gibt es nicht nur Lob und Belohnungen, sondern auch Tadel. Darunter zählen auch viele Handlungen, die du auf jeden Fall unterlassen solltest. Folgende Maßnahmen solltest du vermeiden, wenn du nicht möchtest, dass sie Angst vor dir bekommt und eure Beziehung aus dem Gleichgewicht gerät:

Brüllen: Katzen haben ein sehr viel empfindlicheres Gehör als wir und nehmen so die kleinsten Geräusche wahr. Brüllen als Maßnahme ist unnötig und gleicht einem verbalen Schlag, was bei deiner Katze zu Angst und Misstrauen führen kann. Es reicht vollkommen, wenn du die Stimme erhebst.

Gewalt: Gewalthaltige Handlungen zählte bei Tieren noch nie zu einem geeigneten Mittel der Erziehung. Du könntest sie durch solche Handlungen körperlich und seelisch verletzen. Sie haben nicht nur Angst und fühlen sich eingeschüchtert, es zerstört auch jegliches Vertrauen zwischen euch.

Am Nacken packen: Genauso solltest du es vermeiden deine Katze am Nacken zu packen und hochzunehmen. Das machen Katzenmütter mit ihren Kittens und das sollte auch so bleiben!

Nachträgliches Schimpfen: Nachträgliches Schimpfen bringt gar nichts. Deine Katze weiß schon gar nicht mehr, dass sie vor zwei Stunden das Sofa zu Kleinholz verarbeitet hat, auch wenn du meinen magst, dass sie es doch sehen muss. Geschimpft wird unmittelbar nach der Missetat und nicht erst Stunden später.

Zwang: Eine Katze zu etwas zu zwingen ist zwecklos. Sie werden dann erst recht nicht lernen (wollen), was sie machen dürfen und was nicht. Sie verlieren höchstens ihr Vertrauen in dich.

Hinterlassenschaften: Hat deine Katze ihr Geschäft in deiner Wohnung verrichtet, dann ist das kein Weltuntergang. Und erst recht kein Grund die Nase der Samtpfote in seine Hinterlassenschaften zu drücken. Das ist nicht nur ekelhaft, sondern auch eine Methode aus der Steinzeit.

Katze erziehen – Wenn ein “Nein” nicht ausreicht

Der Clicker

Hilft weder ein deutliches “Nein” noch ignorieren, dann kannst du auf einige erzieherische Hilfsmittel zurückgreifen. Zu diesen gehört der Clicker. Mit den Klick-Geräuschen und dem anschließenden Reichen eines Leckerlis, drückst du Erfolg aus. Sie weiß, dass sie etwas gut gemacht hat, sobald der Ton erklingt und kommt zu dir.

Weitere Hilfsmittel

Ein anderes Hilfsmittel ist die Wasserspritzpistole. Sie soll nachhelfen, wenn kein Kommando etwas bringt. Dabei beobachtest du deine Katze und immer, wenn sie etwas verbotenes tut, spritzt du sie kurz nass. Der Strahl darf dabei nicht zu hart und weder auf Kopf noch Ohren gerichtet sein. Diese Methode tut deiner Katze nicht weh und ist weitaus besser als sie anzuschreien oder zu schlagen. Bei einem gezielten Einsatz können schlechte Verhaltensweisen so ganz schnell abgewöhnt werden. Nicht zuletzt helfen auch laute Geräusche, da Katzen sehr empfindlich darauf reagieren. Ein in die Hände klatschen oder eine Blechdose voll mit Schrauben, die geschüttelt wird, schaffen hier häufig schon Abhilfe.

Fazit: Katze erziehen

Katzen erziehen ist in der Theorie gar nicht so schwer. Für ein harmonisches Zusammenleben liegt es aber an dir, Spielregeln festzulegen und deine Samtpfote konsequent zu erziehen. Schon von klein auf solltest du die Erziehungsmaßnahmen durchsetzen. Dazu gehört ein deutliches Kommando wie „Nein!“ oder „Runter!“. Die Veränderung deiner Stimme merkt deine Katze auch ohne sie zu erheben. Im Notfall kannst du auch Hilfsmittel wie den Clicker oder eine kleine Wasserpistole nutzen. Grundsätzlich sind brüllen, schlagen oder nachträgliches Schimpfen in der Erziehung nicht förderlich, sondern zerstören eure Beziehung. Deshalb: Mit viel Geduld und Ruhe solltest du deinem Vierbeiner einige Verhaltensweisen näherbringen, die erwünscht sind und solche austreiben, die es nicht sind. Dann kann das perfekte Zusammenleben starten!

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