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Asiatische Küche

Leute essen Gerichte aus Asiatisches Küche mit Stäbchen
Schriftzug in Schreibschrift "Just Relax"
Die asiatische Küche wird als unglaublich gesund beschrieben und in den westlichen Ländern immer beliebter. Wir zeigen dir, woran das liegt.

Das kleine ABC der asiatischen Küche

Welche Länder zählen eigentlich zur asiatischen Küche?

Wer war nicht schon mal beim China-Imbiss, hat Ente süß-sauer bestellt oder Sushi gegessen? Die spezielle Speisenzubereitung asiatischer Länder wird immer prägnanter auf dieser Seite der Welt. In jeder Stadt findet man mehrere China-Restaurant. Doch zur asiatischen Küche gehören nicht nur chinesische oder japanische Gerichte. Der Begriff bezeichnet eigentlich die Küche aller südostasiatischen, ostasiatischen und zentralasiatischen Länder. Also nicht nur Länder wie China, Japan, Vietnam, Korea, Thailand – an die man wahrscheinlich als erstes denkt – sondern auch Länder wie Afghanistan, Kasachstan oder Mongolei. Für eine vollständige Liste aller Länder der asiatischen Küche, kannst du hier auf Wikipedia schauen.

Traditionelle Gerichte, die bei uns nicht auf dem Teller landen

Vieles was in Asien auf dem Tisch landet, wird hierzulande sehr selten oder sogar gar nicht gefunden. Zum Beispiel Walfleisch, Hundefleisch, Katzenfleisch oder frittierte Hühnerfüße habe ich noch auf keiner Speisekarte gesehen. Schließlich sind sie in Deutschland verboten. Doch Insekten scheinen auch außerhalb von Asien immer beliebter zu werden. Sogar in Deutschlang gibt es einige Restaurants, die diese ungewöhnliche Delikatesse anbieten.

Wenig Milchprodukte

Milchprodukte sind vorwiegend nur in Gerichten aus Zentralasien zu finden, denn der Großteil der asiatischen Bevölkerung ist laktoseintolerant. Diese Intoleranz ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich im Laufe der Kindheit. Ihnen fehlt dann das Enzym Lactase, dass den Körper dazu ermächtigt Milchzucker zu spalten und zu verdauen. Auch in Deutschland gibt es dieses Phänomen, jedoch sehr viel weniger häufig. Eine Freundin von mir muss auf laktosehaltige Produkte verzichten, sonst folgen Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Wenn du also Laktoseintolerant bist, findest du hier vielleicht einige interessante Alternativen.

Reis

Reis – die besondere Zutat

Wie wir schon festgestellt haben, gibt es nicht die eine asiatische Küche, sondern sie setzt sich aus Spezialitäten aus verschiedenen Ländern zusammen. Allerdings gibt es Zutaten, auf die in Asien keiner verzichtet: Neben Nudeln, Fisch, Sojaprodukte und Gewürze, auf die wir gleich noch zu sprechen kommen, ist es vor allem Reis.

Reis als Grundnahrungsmittel

Reis ist das meist gegessene Grundnahrungsmittel in Asien. In einzelnen asiatischen Ländern macht Reis sogar 80% der gesamten verspeisten Nahrung aus. Immerhin werden etwa 91% der gesamten Reisernte in Asien erbracht. Reis wird nicht als Beilage zum Essen gesehen, sondern macht den Großteil des Gerichts aus. In Japan wird, zum Beispiel, immer eine große Schale Reis zum Gemüse oder Fisch gereicht und während des Essens regelmäßig nachgefüllt.

Verschiedene Reissorten

Insgesamt gibt es weltweit mehr als 120.000 Reissorten. Kommt dir diese Zahl genauso unglaublich vor wie mir? Früher haben wir in meiner Familie nur stinknormalen Parboiled Reis gegessen, bis ich meinte Eltern davon überzeugen konnte, andere Reissorten auszuprobieren. In Japan gibt es zum Beispiel den sogenannte Süß-Reis oder Mochi-Reis, der besonders für Süßspeisen verwendet wird, an sich jedoch geschmacksneutral ist. Ein besonderes Geschmacks- und Geruchserlebnis bietet der Jasmin-Reis, der beim Kochen seinen angenehmen Geruch verströmt und hauptsächlich aus Thailand stammt. Schwarzer Reis kommt ursprünglich aus China und hat einen sehr nussigen Eigengeschmack. Es lohnt sich also durchaus zur Abwechslung mal andere Reissorten auszuprobieren.

Sojaprodukte

Sojaöl

Sojaöl wird aus der Sojabohne gewonnen und beim Kochen verwendet. Je nach Gewinnungsprozess kann die Farbe zwischen hellgelb und bräunlichgelb schwanken. Es ist reich an Omega-3-Fettsäuren und soll Herzerkrankungsrisiken reduzieren und Demenz vorbeugen. Mit seinem nussigen Geruch verströmt das Öl ein angenehmes Aroma.

Sojasoße

Sojasoße besteht aus Wasser, Sojabohnen, Getreide und etwas Salz. Sie ist die Würzsoße schlechthin in Asien (neben Fischsoße) und mit ihrem hohen Eiweißgehalt und keinem Fett äußerst gesund für den Körper. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen: hell, dunkel, süß oder herb.

Sojamilch

Sojamilch wird aus Sojabohnen gewonnen und enthält weder Cholesterin noch Laktose, wodurch sie der perfekte Milchersatz für Leute mit Laktoseintoleranz oder Vegetarier/Veganer ist. Allerdings sollte beachtet werden, dass Sojaeiweiß, welches in Sojamilch enthalten ist, Nahrungsmittelallergien auslösen kann. Ihre Proteinstruktur ist ähnlich wie der Birkenpollen, was bei Allergikern Kreuzallergien auslösen kann.

Tofu

Tofu wird aus Sojamilch hergestellt, ähnlich wie Käse aus Milch gewonnen wird. Er stammt ursprünglich aus China und wird häufig in der asiatischen Küche verwendet. Doch auch in den westlichen Ländern bekommt der Tofu immer mehr Abnehmer, insbesondere Vegetarier oder Veganer. Asiaten essen Tofu auf sehr unterschiedliche Arten: roh, gebraten, geschoren, gekocht in Soße oder gefüllt.

Andere Produkte und Sojasprossen

Andere Produkte aus Sojabohnen sind Sojajoghurt, Miso, Tempeh, Nattō und Yuba. Jetzt fragst du dich sicher: Und was ist mit Sojasprossen? Das was in Deutschland als „Sojasprossen“ verkauft wird, ist ein Sprossengemüse, dass nichts mit Sojabohnen zu tun hat, sondern aus den Keimen der Mungobohnen besteht. Diese Sprossen werden auch in den meisten asiatischen Länder verwendet, nur in China und Korea werden echte Sojasprossen benutzt.

Teller mit Tofu und anderen Zutaten der asiatischen Küche

Andere wichtige Zutaten

Nudeln

Auch Nudeln landen oft auf den asiatischen Tellern oder Schalen. Allerdings bestehen asiatische Nudeln – anders als die meisten Nudeln in europäischen Ländern – nicht hauptsächlich aus Weizen. Glasnudeln werden aus Mongobohnenstärke hergestellt und sind gekocht fast komplett durchsichtig. Reisnudeln bestehen aus Reismehl und behalten nach dem Kochen ihre weißliche Farbe. Japanische Shirataki-Nudeln werden aus dem Mehl der Konjakwurzel gemacht und sind besonders für eine kohlenhydratarme Ernährung geeignet.

Fisch

Große Teile Asiens liegen am Wasser, wodurch Fisch und Meeresfrüchte auch eine große Rolle in der Küche spielen. Sie kommen deutlich öfter auf den Tisch als in den meisten europäischen Haushalten, die Fleisch bevorzugen. Vor allem im Inselstaat Japan wird sehr viel Fisch konsumiert und das gerne roh! Sushi wurde ursprünglich als Konservierungsmethode für Fisch entwickelt. Inzwischen ist es allerdings eins der bekanntesten japanischen Spezialitäten.

Gewürze

Asiatische Gerichte werden nicht mit Salz gewürzt. Stattdessen benutzen sie eine Vielzahl an Soßen oder anderen Gewürzen.D ie Sojasoße habe ich oben schon erwähnt, deswegen gibt es hier ein paar Infos über eine andere, viel genutzte Soße: Die asiatische Fischsoße besteht aus fermentiertem Fisch oder Fischextrakten. In Thailand werden vor allem Anchovis, eine kleine Fischart, verwendet. Diese Fische werden mit Salz in ein sehr großes Tongefäß gegeben und in die Sonne gestellt. Nach 6 bis 12 Monaten ist eine Fischsoße des ersten Grades fertig. Fischsoßen gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Zum Würzen verwendet die asiatische Küche auch gerne frischen Ingwer, Koriander, Kurkuma oder verschiedene Würzpasten.

Zubereitung

Wok

In der asiatischen Küche wird vorwiegend der Wok genutzt. Anders als die meisten anderen, brauchen die Asiaten nicht 3 verschiede Töpfe und Pfannen, um ein schönes und abwechslungsreiches Gericht zu zaubern. Der Wok ist ein wahrer Alleskönner: braten, schmoren, frittieren, blanchieren, dünsten und kochen funktioniert mit diesem Küchenutensil. Außerdem verfügt er über verschiedene Hitzezonen, wodurch die Zutaten meistens nur kurz angeraten werden und danach am Rand weitergaren. Du willst mehr über den Wok erfahren? Dann schau doch mal hier: (Verlinkung zu meinem Wok Artikel)

Automatischer Reiskocher

Der automatische Reiskocher ist ein, in ganz Ost-, Süd- und Südostasien weit verbreiteter, Küchenhelfer. Man muss nicht immer dabeistehen und auf den Reis achten, sondern kann sich auf das Gemüse, den Fisch oder das Fleisch konzentrieren. Einfach die richtige Menge rohen Reis und Wasser einfüllen, anstellen und der Reiskocher gart den Reis perfekt. Zu kurz gegarter Reis kann nämlich zu Verdauungsproblemen führen.

Was macht die asiatische Küche so gesund?

Allgemein

Asiatische Gerichte sind nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern für den gesamten Körper. Sie sind sehr abwechslungsreich, bekömmlich und verbinden verschiedene Nährstoffe, die dem Körper wohltun. Außerdem bereiten die Asiaten ihre Gerichte sehr schonend und fettarm zu.

Wichtige Nährstoffe

Wie schon erwähnt wird in Asien viel Fisch gegessen. Der liefert die guten Omega-3-Fettsäuren, welche lebensnotwenig sind und unser Körper nicht allein herstellen kann. Diese finden sich auch in Sojaöl und sind wichtig für Herz, Kreislauf und Gehirn. Schweine- oder Rindfleisch, dessen übergroßer Genuss ein Risiko für Krebserkrankung oder Herzinfarkt darstellen kann, wird in Asien nicht so häufig verzehrt wie in vielen anderen Ländern. Die verschiedenen Sojaprodukte sind ballaststoffreich, fördern somit die Verdauung, halten den Darm gesund und helfen beim Abnehmen.

Zubereitung

Außerdem werden in der asiatischen Küche vorzugsweise frische Produkte verwendet, vor allem frisches Gemüse darf nicht fehlen. Die Zubereitungsart mit dem Wok ist schnell und schont alle Nährstoffe. Außerdem enthalten asiatische Gerichte wenig Salz, wovon der Durchschnitts-Europäer ja bekannterweise zu viel zu sich nimmt, und dafür viele andere gesunde Gewürze, wie Ingwer oder Kurkuma.

Asiatische Gerichte für Zuhause

Asiatisches Gemüse aus dem Wok

Jetzt hast du Hunger bekommen, willst aber nicht in ein Restaurant gehen? Kein Problem, denn asiatische Gerichte kannst du auch einfach und schnell bei dir Zuhause zubereiten. Dafür brauchst du: 1 Zwiebel, 1 Strunk Brokkoli, 1 Packung Zuckererbsen, 2 große Karotten, 1 Glas Bambussprossen, 1 Knoblauchzehe, 1 EL Austernsoße, 1 EL Sojasoße, Sojaöl oder Sesamöl zum Braten

Zubereitung

Das musst du tun: Zwiebel, Knoblauch, Brokkoli und Karotten schälen und klein schneiden. Zuckererbsen waschen und die Enden abschneiden. Bambussprossen abtropfen lassen und kurz abspülen. Das Öl im Wok auf höchster Stufe erhitzen und die Zwiebel und den Knoblauch kurz anschwitzen. Danach das Gemüse in der Reihenfolge fest zu weich hinzugeben: Karotten, Brokkoli, Bambussprossen, Zuckererbsen. Zwischendurch immer umrühren, sonst brennt das Gemüse am Wokboden an. Nach ungefähr einer Minute die beiden Soßen hinzufügen. Wer das Gemüse lieber weicher mag, legt am besten einen Deckel auf den Wok und lässt es bei kleiner Hitze noch eine Minute lang garen. Anmerkung: Falls du Fleisch dazu haben willst, einfach in mundgerechten Stücken, vor dem Gemüse in den Wok geben und anbraten.

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