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Schlafstörung

Zuletzt aktualisiert am 30. Oktober 2023 von Dirk Fischer

(Bio)
Mann leidet unter Schlafstörungen
Schriftzug in Schreibschrift "Just Relax"
Eine Schlafstörung kann dir das Leben wirklich schwer machen. Wir zeigen dir, wo sie herkommt und was du gegen sie tun kannst, um wieder gut zu schlafen.

Schlafstörung- worum geht’s?

Unser Alltag ist so stressig, dass du manchmal erst wirklich Zeit zum Nachdenken findest, wenn du im Bett liegst. Aber dann kannst du nicht mehr aufhören. Die Gedanken kreisen immer schneller und du wünschst dir nichts lieber, als endlich einschlafen zu können. Das passiert schonmal. Wirklich schlimm wird es aber, wenn du über einen längeren Zeitraum nicht durchschlafen kannst. Dann sprechen Mediziner von einer Schlafstörung. Worum es da genau geht und wie du dich nachts wieder entspannen kannst, erklären wir dir hier.

Schlafstörung: Ursachen und ihre Auswirkungen

Wie schon gesagt, ist es nicht unbedingt ein gesundheitliches Problem, wenn du zwischendurch mal nicht gut schläfst. Bei regelmäßigen Schlafproblemen allerdings solltest du dich an einen Arzt wenden, welcher dann die Ursache deiner Probleme herausfindet. Schlafstörung bedeutet bei den Meisten, dass sie Probleme mit dem Einschlafen haben, sehr früh aufwachen und auch mitten in der Nacht häufiger mal wach werden. Das Ergebnis: fehlende Konzentration, Unausgeglichenheit bis hin zu psychischen Problemen. Gerade Schnarcher neigen dazu, unter Schlafapnoe zu leiden. Das sind Atemaussetzer, die daher kommen, dass die Luftröhre nicht frei ist, zum Beispiel weil du auf dem Rücken schläfst und deine Zunge im Schlaf nach hinten fällt. Alkohol-, Tabak- oder Kaffeegenuss vor dem Schlafengehen kann ebenfalls eine Ursache für Schlafstörungen sein. Wie du deinen Abend optimal gestaltest, um ruhig schlafen zu können, erfährst du hier.

httpv://www.youtube.com/watch?v=em3IyJm4-sM
Mann leidet unter Schlafstörungen

Wie sieht eine Schlafstörung Therapie aus?

Schlafstörung Test

Zunächst muss dein Arzt festgestellt werden, ob du tatsächlich eine Schlafstörung hast. Dafür wirst du ein Schlaftagebuch führen, in dem du notierst, an welchen Tagen du Einschlafprobleme hattest, wann du nachts aufwachst oder wie häufig du zu früh wach wirst. Für einen Zeitraum von 1 bis 3 Monaten überwachst du deinen Schlaf. Wenn du in dieser Zeit regelmäßig an mindestens 3 Tagen pro Woche nicht schlafen konntest, gibt das einen Hinweis auf eine Schlafstörung. Außerdem stellt der Arzt Fragen dazu, wie tief dein Schlaf ist und ob du beispielsweise durch Muskelzucken oder Schnarchen wach wirst.

Therapie bei Schlafapnoe

Durch das Gespräch versucht der Arzt, an den wahren Grund der Schlafstörung zu gelangen. Schlafapnoe kann beispielsweise durchaus gefährlich werden, wenn die Atemaussetzer zu lange dauern. Sie wird meist mit einer Atemmaske zum Schlafen behandelt, auch auf eine gute Schlafumgebung und leichte Mahlzeiten am Abend solltest du achten.

Therapie bei Restless Legs Syndrom

Wenn du häufig nicht einschlafen kannst, weil du ein Kribbeln in den Beinen spürst und das Gefühl hast, du müsstest dich jetzt bewegen, dann kann das am Restless Legs Syndrom liegen. Besonders unangenehm ist das, weil dieser Bewegungsdrang immer dann auftritt, wenn du dich gerade entspannen willst, besonders beim Einschlafen. Die Ursache kann zum Beispiel Eisenmangel, eine gestörte Nierenfunktion oder Parkinson sein. Auch in der Schwangerschaft kann das Restless Legs Syndrom auftreten. Das Syndrom selbst kann nicht geheilt werden, aber die Symptome werden abgemildert, wenn man die Ursache behandelt. Wenn zum Beispiel Eisenmangel der Auslöser für das Restless Legs Syndrom ist, kannst du mit Eisenpräparaten Abhilfe schaffen.

Welche Hausmittel gegen Schlafstörung helfen wirklich?

Die richtige Schlafumgebung

Kein Medikament, aber besonders wichtig ist eine gesunde Schlafumgebung. Achte auf hochwertige Matratze und Bettzeug, die deiner Schlafposition angepasst sind. So verhinderst du, dass du dich im Schlaf auf der Suche nach einer bequemen Liegeposition viel herumwälzt, und dich dadurch selbst aufweckst. Informiere dich also, mit welchem Kissen und welcher Matratze du durchschlafen kannst. Außerdem ist es wichtig, dass du in einer ruhigen und abgedunkelten Umgebung schläfst, sodass du nicht durch ein Blinken oder laute Geräusche aus dem Schlaf gerissen wirst. Auch das Raumklima ist wichtig: Gerade wenn du unter Schlafapnoe leidest, ist es wichtig, dass die Luft in deinem Schlafzimmer nicht zu stickig ist. Entferne regelmäßig Staub und achte darauf, dass du keine Materialien wie Gräser, Daunen oder Wolle in der Nähe hast, wenn du dagegen allergisch bist.

Warme Füße

Es ist so einfach, wie es klingt: Wenn du dich wohl fühlst, schläfst du auch schneller ein. Gerade kalte Füße sind häufig ein Grund dafür, dass du dich nicht wohlfühlt und dich vielleicht in einer ungesunden Position zusammenkauerst, um nicht zu frieren. Wärme deshalb deine Füße auf, indem du beispielsweise ein Fußbad vor dem Schlafengehen machst, eine Wärmflasche ans Fußende deines Bettes legst oder mit Kuschelsocken zu Bett gehst. Wenn deine Füße warm sind, kann sich auch der Rest deines Körpers entspannen.

Tee für ruhige Nächte

Wenn die Hauptursache für Schlaflosigkeit bei dir ist, dass die Gedanken in einem wilden Hamsterrad immer schneller drehen, kann ein Tee dich auch innerlich zur Ruhe bringen. Die Wärme in Verbindung mit beruhigenden ätherischen Ölen, zum Beispiel von Lavendel, Baldrian oder Kamille, hilft beim Loslassen und Entspannen. Besonders wirksam ist es, wenn du deine abendliche Tasse Tee in ein beruhigendes Ritual mit einbindest, indem du zum Beispiel eine Duftkerze dabei anbrennst oder ein paar Seiten aus dem Wohlfühl-Buch auf deinem Nachttisch liest, bevor du dich schlafen legst.

Beruhigende Düfte

Auch Gerüche haben eine starke Wirkung darauf, wie du dich fühlst. Entferne deshalb alle extremen Geruchsquellen aus deiner Schlafumgebung. Vor allem neue Geräte, die noch stark nach Plastik riechen, oder intensive Parfums können beim Schlafen stören. Auch bei starken Kochdünsten solltest du vor dem Schlafengehen unbedingt einmal lüften. Achte stattdessen auf beruhigende Düfte im Schlafzimmer, zum Beispiel von Ölen zur Aromatherapie. Lavendel, Vanille oder Zimt können besonders beruhigend wirken. Stelle dir ein kleines Schälchen neben das Bett und konzentriere dich beim Einschlafen auf den angenehmen Geruch. Bei einem Öl, das nicht zu intensiv riecht, kannst du auch ein paar Tropfen zwischen deinen Fingern verteilen und auf den Schläfen einmassieren.

Was tun gegen Schlafstörung bei Kindern?

Schlafprobleme bei kleinen Kindern sind typisch

Kinder wachen nachts häufig auf, sei es durch Albträume oder durch ein plötzliches Erschrecken. Weil gerade kleine Kinder ihre Sorgen oft noch nicht artikulieren können, erkennst du an Schlafproblemen häufig, was sie beschäftigt. Dabei muss nicht immer eine Schlafstörung vorliegen. Gerade bei großen Entwicklungsschritten kann es bei Kindern im Alter von 1 bis 2 Jahren zu Schlafstörungen kommen, die sich mit der Zeit aber wieder legen. Wenn der unruhige Schlaf allerdings eine schwere Beeinträchtigung für die ganze Familie ist, solltest du das mit einem Arzt abklären.

Versteckte Krankheiten als Ursache für Schlafstörungen

Wenn die Schlafstörungen bei Kindern plötzlich auftreten, können Schmerzen ein Grund dafür sein. So kommt zum Beispiel eine Mittelohrentzündung bei Kindern häufig vor. Allergien beeinträchtigen die Atmung und führen ebenfalls zu Schlafstörungen. Wenn Krankheiten die Ursache für Schlafstörungen sind, ist ein Arztbesuch dran.

Schlafstörung und Depression: Welche Mittel helfen?

Schlafstörung und Depression bedingen sich gegenseitig

Es ist der altbekannte Teufelskreis, der gerade psychische Erkrankungen immer schlimmer werden lässt. Denn Schlafstörung kann einerseits der Auslöser für Depressionen sein, andererseits kann sie dadurch hervorgerufen werden. Studien an der Universität Rochester konnten zum Beispiel zeigen, dass Schlafstörungen ungefähr 5 Wochen vor Beginn einer depressiven Phase eintreten, wobei sie immer schlimmer werden.

Schlafstörung beheben, Depression mildern

Die Mediziner folgerten daraus: Wenn sie Schlafstörung als Vorboten für eine depressive Episode rechtzeitig erkennen und behandeln können, wird die depressive Phase leichter ausfallen. Bei depressiven Menschen stellten Mediziner außerdem fest, dass sie eine verlängerte Traumphase haben, während der Tiefschlaf zu kurz kommt. Der Schlafmangel verstärkt die Depression, was wiederum das Einschlafen erschwert und nimmt die Abwärtsspirale ihren Lauf.

Die richtigen Maßnahmen ergreifen

Wenn sich eine depressive Phase durch Schlafstörung ankündigt, wirst du sicher versuchen, dem entgegenzuwirken. Wichtig ist hier: Versuche nicht, deinen Schlaf nachzuholen. Jetzt einen Mittagsschlaf einzuschieben führt nur dazu, dass dir das Einschlafen in der Nacht noch schwerer fallen wird. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist Alkohol auch kein Mittel für guten Schlaf. Zwar schläfst du schneller ein, aber die Wahrscheinlichkeit, dass du mitten in der Nacht aufwachst, ist höher. Gegen die schweren Gedanken hilft dir Ablenkung. Statt im Bett zu liegen und den Sorgen nicht zu entkommen, solltest du dich beschäftigen. Wie, ist völlig egal. Lies ein Buch, putze deine Wohnung, sieh fern, löse ein Rätsel – hauptsache, du verfällst nicht in Trübsinn.

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