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Gemüsegarten richtig anlegen

Gemüsegarten mit Mais
Schriftzug in Schreibschrift "Just Relax"
Dein Gemüsegarten als Rückzugsort vor den täglichen Alltagssorgen und als stressfreier Ersatz für den hektischen Gang in den Supermarkt.

Was dir ein Gemüsegarten bringt

Vor dem Essen mal eben in den Garten gehen und sein Essen pflücken, anstatt durch enge Supermarktgänge zu irren und ewig an der Kasse anzustehen. Das klingt zu schön, um wahr zu sein, ist jedoch mithilfe eines eigenen Gemüsegartens kein Problem.

Viele Leute träumen davon, einen eigenen Gemüsegarten zu besitzen. Sie scheuen sich jedoch davor, weil sie einen Gemüsegarten mit sehr viel Arbeit verbinden. Dass das nicht stimmt und dass du mit wenigen Schritten, einer guten Planung und ein paar Minuten Arbeit am Tag ruck zuck einen sprießenden Gemüsegarten besitzen kannst, zeigen wir im folgenden Artikel.

Ein eigener Gemüsegarten bringt viele Vorteile mit sich. Du bekommst ein viel engeres Verhältnis zur Natur und zur Nahrung, wenn du deinem Gemüse beim Wachsen zusiehst. Zudem gewinnst du die Kontrolle über dein Essen zurück und kannst dir sicher sein, dass das Gemüse keinerlei Schadstoffe enthält. Viele Menschen sehen den Pflegeaufwand als großen Nachteil von Gemüsegärten. Dabei kann sich die tägliche Arbeit an der frischen Luft sehr gut als ein Entspannungsritual vom Alltagsstress etablieren und dir so neue Kraft geben.

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Vorgehensweise beim Anlegen eines Gemüsegartens

Die ersten Schritte

Als allererstes muss die Lage und Größe der Beete bestimmt werden. Um schnellere Erträge zu bekommen, solltest du deinen Gemüsegarten auf jeden Fall in der Sonne platzieren. Zudem sollte das Beet nicht breiter als 1,30 Meter sein, da du sonst die Beetmitte nicht mehr von beiden Seiten bequem erreichen kannst. Um noch bequem zwischen den Beeten hergehen zu können sollte zwischen den einzelnen Beeten ein Mindestabstand von 30cm eingehalten werden. Der Hauptweg des Gemüsegartens sollte nicht schmaler als 100cm sein, da es sonst schwer wird, eine Schubkarre dort abzustellen.

Planung des Gemüsegartens

Bevor du das Gemüse anbaust, solltest du dir einen genauen Plan machen, welche Gemüsearten du anbauen möchtest und wieviel Fläche jede Art bekommt. Anschließend teilst du diese Liste in 2 Gruppen auf. In die eine Gruppe kommt das Gemüse mit sehr langer Wachstumszeit – die sogenannte Hauptkultur. Dazu zählen zum Beispiel Kartoffeln, Möhren, Gurken oder Zuckermais. In die andere Gruppe kommt das Gemüse mit kurzer Wachstumszeit, auch Vor- oder Nachkultur genannt. Eine kurze Wachstumszeit haben zum Beispiel Spinat, Buschbohnen oder Feldsalat. Anschließend wird jede Hauptkultur mit einer Vor- oder Nachkultur kombiniert. Es wird also entweder erst die Vorkultur und danach die Hauptkultur an derselben Stelle angebaut oder erst die Hauptkultur und danach die Nachkultur. Durch dieses Vorgehen wird die zur Verfügung stehende Fläche optimal ausgenutzt und du erhältst wesentlich mehr Ertrag.

Boden vorbereiten

Wenn alle Planungen abgeschlossen sind, bist du deinem eigenen Gemüsegarten schon ein großes Stück nähergekommen. Jetzt musst du vor dem Aussäen den Boden des Beetes vorbereiten. Alte und feste Böden solltest du auf jeden Fall erst einmal mit einem Spaten auflockern und anschließend mit einer Harke glattstreichen. Danach empfiehlt es sich, Kompost in die Erde einzumischen, da dieser wichtige Nährstoffe enthält und den Wachstum der Pflanzen antreibt. Falls du keinen Kompost zur Verfügung hast, kauf dir einfach Dünger und arbeite diesen nach Packungsanleitung in den Boden deines Gemüsegartens ein. Anschließend kannst du endlich mit dem Aussäen der Samen beginnen. Um auch wirklich Erfolg mit dem Gemüsegarten zu haben, solltest du darauf achten, ausschließlich frische, hochwertige Samen von namhaften Herstellern zu verwenden. Nach dem Säen solltest du jedes Beet einmal in der Woche mit circa 20 Liter pro Quadratmeter bewässern. Zudem solltest du dir einen Plan machen, indem du alle Ausaattermine einträgst, damit du bloß keinen Erntetermin vergisst.

Gemüsegarten mit Fruchtfolge

Wenn auf einer Stelle immer dieselbe Gemüseart angebaut wird, kann das dazu führen, dass dem Boden zu viele Nährstoffe entzogen werden und er über Jahre hinweg Mangelerscheinungen aufweist. Zudem kann so eine einseitige Bepflanzung zu Schadpilzen und Bodenmüdigkeit führen. Um deinen Gemüsegarten vor solchen Gefahren zu schützen, solltest du jährlich Fruchtwechsel betreiben und Pflanzen aus derselben Familie nicht jedes Jahr auf der selben Fläche anbauen. Vor allem bei Pflanzen wie Bohnen, Erbsen, Fenchel, Frühkartoffeln, Gurken, Kohl, Möhren, Petersilie, Porree, Spinat oder Zwiebeln ist der jährliche Standortwechsel sehr wichtig.

Gemüsegarten mit Mischkultur

In vielen Gemüsegärten, wächst pro Beet immer nur eine Gemüseart. Über Jahre hinweg hat sich jedoch gezeigt, dass es sinnvoller ist, verschiedene Gemüsearten reihenweise in das gleiche Beet zu setzen. Dadurch wird vermieden, dass Pflanzen der selben Art sich gegenseitig zu viel Konkurrenz machen und dem Boden zu viele Nährstoffe entzogen werden. Zudem gibt es einige Pflanzen, die sich gegenseitig vor Schädlingen beschützen. So gelten zum Beispiel Möhren und Zwiebeln, Kohlrabi und Feldsalat oder Paprika und Tomaten als sehr gute Partner. Eine Mischkulturtabelle kann Aufschluss darüber geben, welche Pflanzen du nebeneinander Pflanzen solltest und welche lieber nicht.

Gemüsegarten mit Spaten, Gieskanne und in Teilgärten eingeteiltem Gemüse

Verschiedene Gemüsearten

Die vielen verschiedenen Gemüsesorten können auf den ersten Blick sehr unübersichtlich wirken. Mit der folgenden Einteilung wirst du aber kein Problem mehr damit haben, das richtige Gemüse für deinen Gemüsegarten auszuwählen. Zunächst einmal lässt sich Gemüse grob einteilen in Blattgemüse, Blüten- und Knospengemüse, Fruchtgemüse, Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Wurzelgemüse und Zwiebelgemüse. Zudem gibt es einige Voraussetzungen, die auf jede Gemüseart zutreffen. So benötigt jedes Gartengemüse zum Beispiel einen durchlässigen Standortboden, Sonne und Wasser.

Blatt- und Stängelgemüse

Beim Blatt- und Stängelgemüse werden anstatt Wurzeln oder Früchten Pflanzenblätter und -stiele verwendet. Da Blattgemüse von Schnecken geliebt wird, solltest du es immer mit einem geeigneten Schneckenzaun umranden. Beispiele für Blatt- und Stängelgemüse sind Bärlauch, Brennnesseln, Spinat und Spargel.

Blüten- und Knospengemüse

Blüten- und Knospengemüse wächst am besten auf schweren und nährstoffreichen Böden, da sich so seine Blütenstände am besten entwickeln können. Zudem benötigt das Gemüse sehr viel wasser. Beispiele für Blüten- und Knospengemüse sind Artischocke, Blumenkohl, Brokkoli, Kürbisblüte und Romanesco.

Fruchtgemüse & Hülsenfrüchte

Fruchtgemüse ist das wohl populärste und artenreichste Gemüse. Es benötigt meist viel Licht und Wärme, da viele Fruchtgemüsearten aus wärmeren Ländern stammen. Beispiele für Fruchtgemüse sind Aubergine, Chili, Gurke, Linsen, Paprika, Tomate und Zucchini.

Kohlgemüse

Kohlgemüse benötigt extrem viel Nährstoffe und Flüssigkeit und gilt eher als anspruchsvoll. Dafür bringt es den Vorteil mit sich, dass man es sehr lange lagern kann ohne, dass es schlecht wird. Zum Kohlgemüse gehören zum Beispiel Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Spitzkohl, Weißkohl und Wirsing.

Wurzelgemüse

Wurzelgemüse besteht aus unterirdisch wachsenden, essbaren Pflanzenwurzeln, die oft als Rüben oder Knollen bezeichnet werden. Auch Wurzelgemüse benötigt sehr viele Nährstoffe und lässt sich sehr gut lagern. Zum Wurzelgemüse gehören zum Beispiel Karotten, Rettich, Rote Beete, Pastinaken und Radieschen.

Zwiebelgemüse

Unterirdische Pflanzenteile von Lauchgewächsen, die man als Gemüse verzehren kann, nennt man Zwiebelgemüse. Zwiebelgemüse sollte unbedingt an einem sonnigen Standort gesät und anschließend trocken und dunkel gelagert werden. Zum Zwiebelgemüse gehören zum Beispiel Zwiebeln und Knoblauch.

Was brauche ich noch für einen Gemüsegarten?

Um dir die Arbeit mit dem Gemüsegarten zu erleichtern, solltest du dir einige Utensilien anschaffen. Im Folgenden findest du eine Checkliste, was du alles haben solltest, bevor du mit dem Aufbau deines Gemüsegartens beginnst.

Wie schon beschrieben, ist Düngen sehr wichtig, um den Pflanzen Nährstoffe zuzuführen. Du sollest immer darauf achten, organischen Dünger zu verwenden, um die Qualität des Gemüses nicht zu verringern und die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Auf selbst geerntete Samen solltest du in den meisten Fällen verzichten, da mit den meisten eigenen Neusaaten ein erheblicher Qualitätsverlust verbunden ist. Des Weiteren brauchst du unbedingt eine Gießkanne, um die Beete zu bewässern, einen Spaten um feste Erde zu lockern und eine Harke, um diese Erde zu begradigen. Zudem wäre es von Vorteil, wenn du eine Regentonne besitzt, da du so eine Menge Wasser beim Bewässern des Gemüses sparen wirst. Wenn du deinen Garten im Sommer beackerst, vergiss entsprechenden Sonnenschutz wie Hut, Sonnencreme und Sonnenschirm nicht.

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